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AWO-Kreisvorstand um neue Revisoren verstärkt

Konferenz wählt Gaby Wolf und Michael Bischoff / Vorsitzender Wolfgang Hessenauer rechnet mit zeitweiser Aberkennung der Gemeinnützigkeit

Arbeitsrechtliche Maßnahmen wurden auf den Weg gebracht, Vergütungen auch weiterhin auf „ein Normalmaß“ zurückgeführt, mit sämtlichen Ermittlungsbehörden im Bemühen um Aufklärung uneingeschränkt zusammengearbeitet: Der vor fünf Wochen gewählte neue Vorsitzende des Arbeiterwohlfahrt Kreisverbandes Wiesbaden, Wolfgang Hessenauer, hat gemeinsam mit seinem Stellvertreter Franz Betz viel ehrenamtliche Zeit auch in die interne Aufarbeitung und Aufklärung der Vorfälle investiert. Es habe, erklärte Hessenauer den Delegierten der Ortsvereine und Gästen einer nichtöffentlichen außerordentlichen Kreiskonferenz, keine Legitimierung für die Höhe der Gehälter der Geschäftsführung gefunden werden können. Und der durch die Bereitstellung von Dienstwagen und einer so genannten Car Allowance entstandene Schaden sei außerordentlich. Auch deswegen seien nach Lohnsteuerprüfungen erhebliche Nachzahlungen auch für die Jahre 2013 bis 2016 zu erwarten. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Gemeinnützigkeit eine Zeitlang verloren gehen wird“, sagte Hessenauer weiter. Zumindest habe aber die Überprüfung der Leistungsverträge „nichts Negatives“ ergeben; offenbar, ergänzte Betz, seien Gewinne für Gehälter und den Fuhrpark zweckentfremdet worden.

Dem neuen Kreisvorstand werden künftig Gaby Wolf und Michael Bischoff als Revisoren zur Seite stehen. Einmütig wählten die Delegierten ferner Frank Hasenclever, Michael Meurer und Udo Puster-Wall zu Besitzern. Im weiteren Verlauf der außerordentlichen Kreiskonferenz in der AWO-Altenwohnanlage Konrad Arndt in Bierstadt blieben die Positionen eines weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, der Schatzmeister und der Schriftführer zunächst unbesetzt.

„Wir haben den Verein vom Kopf auf die Füße gestellt. Chef ist der Vorstand und nicht die Geschäftsführung“, machte AWO-Kreisvorsitzender Wolfgang Hessenauer die neue Marschrichtung des Wiesbadener Wohlfahrtsverbandes deutlich. Er attestierte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich vielfach mit Kritik und Häme konfrontiert sehen, eine engagierte und sehr gute Arbeit. Dass dies auch honoriert werde, machte Hessenauer an dem Beispiel der „Alltagsengel“ fest: Das Projekt werde fortgesetzt, ein wichtiges und vor allem auch ein „schönes Signal“, mit dem die Fachlichkeit der AWO Wiesbaden anerkannt werde.

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