Pressemitteilung: Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt äußert sich zur gegenwärtigen Situation des Verbandes

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Pressemitteilung: Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt äußert sich zur gegenwärtigen Situation des Verbandes

Im Zuge der illegalen und strafbaren Entwendung und Weitergabe von Daten, die im Rahmen der laufenden üblichen Prüfung des Jahresabschlusses 2018 der Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt Gegenstand von Analyse und Prüfung sind und einzelne Fragestellungen der Wirtschaftsprüfer enthalten, ist am 07.12.19 ein Artikel des Wiesbadener Kurier mit dem Titel „Wohlfahrt in eigener Sache“, verfasst und zusätzlich noch selbst kommentiert, von Frau Birgit Emnet erschienen.

Dieser Artikel verzerrt und missinterpretiert, unter Verwendung unvollständiger noch nicht verifizierter, teilweise aber falscher Zahlen, wichtige Fragen des wirtschaftlichen und finanziellen Agierens des Verbandes. In der Berichterstattung werden Menschen, die keine Personen des öffentlichen Lebens (mehr) sind, namentlich genannt und mit Fotos angeprangert und des Eigennutzes und letztlich der Vorteilsnahme geziehen. Insbesondere behauptete Gehaltshöhen sind unzutreffend und widerlegbar. Der vorliegende Fragenkatalog beinhaltet keine abschließenden Feststellungen, sondern lediglich übliche Fragen zur Wirtschaftsprüfung. Insofern ein anderer Eindruck erweckt wird, ist dieser falsch.

Wir verurteilen diesen strafbaren Angriff auf unseren Verband und engagierte Einzelpersonen und haben bereits bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Die Betroffenen ehren- und hauptamtlich für unseren Verband tätigen Menschen sind fassungslos, angesichts der eindeutig tendenziösen und in weiten Teilen unrichtigen, Darstellungen im genannten Artikel. Wir bedauern die offenbar in Kauf genommene Beschädigung ehrenamtlicher Arbeit
und weitere Verunsicherung unserer hauptamtlich Beschäftigten.
Wesentliche Behauptungen und Schlüsse, die im Artikel aufgestellt, bzw. gezogen werden, sind nicht faktenbasiert. Der Artikel enthält auch nachweisliche Falschaussagen. Die in ihrer Reputation und in ihrem guten Ruf schwer geschädigten Menschen, werden auch selbst gegen die teilweise von Sippenhaft und Vorverurteilung gekennzeichneten Darstellungen des Wiesbadener Kurier juristisch und politisch vorgehen.
Ausschließlich aus Gründen des Daten- und Personenschutzes werden wir die Darstellungen des Wiesbadener Kurier, im Einzelnen, hier nicht weiter nicht kommentieren.

Unser langjähriger Vorsitzender Wolfgang Stasche hat zu unserem großen Bedauern seinen Rücktritt erklärt. Mit ihm gemeinsam haben wir bereits umfangreiche Maßnahmen zur Aufklärung der in Rede stehenden Sachverhalte eingeleitet, die wir mit Konsequenz umsetzen; so haben wir in der letzten Woche den AWO-Bundesverband um eine Revision gebeten und schon vor Monaten eine externe Fachanwältin für Compliancewesen (Prüferin für die Einhaltung der Regeln und gesetzlichen Bestimmungen) mit der Überprüfung der aufgeworfenen Fragen beauftragt. Weiterhin unterstützen wir selbstverständlich vollumfänglich die laufende turnusmäßige Betriebsprüfung und Lohnsteuerprüfung des Finanzamtes. Ergebnisse aus den von uns eingeleiteten Maßnahmen werden wir zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Unseren hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen versichern wir an dieser Stelle, dass alle Arbeitsplätze sicher sind. Die wichtige Arbeit, die in unseren Einrichtungen für die Menschen in Wiesbaden geleistet wird, wird auch in der jetzigen Situation uneingeschränkt weitergehen.

Dass die gegenwärtige Situation, namentlich für ehrenamtlich Engagierte, eine außerordentliche Belastung darstellt, ist sicherlich nachvollziehbar.
Wir danken Wolfgang Stasche herzlich für sein langjähriges Engagement.
Wir bereiten derzeit eine außerordentliche Kreiskonferenz vor, um zeitnah einen vollumfänglich handlungsfähigen Vorstand zu wählen, der den Verband alsbald wieder in ruhiges Fahrwasser führen kann.
Die Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden lädt für Mittwoch, den 11.12.2019 zur Pressekonferenz ein, um Fragen der Presse zur aktuellen Situation zu beantworten. 
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