Pressemitteilung: Prüfungen werden “voll umfänglich unterstützt”

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Pressemitteilung: Prüfungen werden “voll umfänglich unterstützt”

Elke Wansner, stellvertretende Vorsitzende des AWO Kreisverbandes Wiesbaden, kündigt außerordentliche Kreiskonferenz und Neuwahl des Vorstands an

Im Rahmen einer über zweistündigen Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichungen über die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden informierte die stellvertretende Kreisvorsitzende Elke Wansner über aktuell laufende Prüfungsverfahren und bezog Stellung unter anderem zu den in den Medien erhobenen Vorwürfen wegen nicht angemessener Gehaltsstrukturen. Wansner stellte einen sieben Punkte umfassenden Prüfkatalog vor und sicherte die „voll  umfängliche Unterstützung“ des Kreisverbandes für sämtliche anstehenden Prüfungen zu.

Im Einzelnen finden derzeit die nachfolgenden Prüfungen bei der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden statt:
  •  Der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt wurde um die Prüfung der AWO Wiesbaden gebeten. Sämtliche benötigte Unterlagen für die Prüfung, die bereits begonnen hat, werden zur Verfügung gestellt.
  •  Die turnusmäßige jährliche Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
  •  Lohnsteuerprüfung des Finanzamtes Wiesbaden.
  •  Betriebsprüfung durch das Finanzamt Frankfurt am Main (für das Finanzamt Wiesbaden) und das Bundeszentralamt für Steuern.
  •  Die Gehaltstruktur der Geschäftsführung wird durch Fachanwälte im Hinblick auf deren Angemessenheit überprüft.
  •  Den zwischen der AWO Frankfurt und der AWO Wiesbaden bestehenden „Mitarbeiterpool“ löst die AWO Wiesbaden derzeit im Einverständnis mit der AWO Frankfurt auf.
  •  Zum 1. November 2019 wurde eine externe Anwältin als Compliance Officer bestellt. Die Anwältin wird nicht nur die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und des internen Regel- und Wertesystems kontrollieren, sondern auch und vor allem als Ansprechpartner für die Mitarbeiter*innen zur Verfügung stehen. Bei der Anwältin können anonym Hinweise abgegeben und Fragen gestellt werden.

Der AWO Kreisverband Wiesbaden wird nach den Worten von Elke Wansner nicht nur unverändert sämtliche Prüfungen unterstützen, sondern darüber hinaus sicherstellen, dass etwaige Maßnahmen, die sich aus Feststellungen oder Ergebnissen der Prüfungen ergeben, umgehend beschlossen und umgesetzt werden.

Ferner kündigte die stellvertretende Vorsitzende des AWO Wiesbaden an, dass zu der regulären Vorstandssitzung am 18. Dezember 2019 auch die Vorsitzenden der Ortsvereine eingeladen werden. Im Rahmen dieser Sitzung wird auch ein Termin für die für den Januar 2020 vorgesehene außerordentliche Kreiskonferenz festgelegt. In der außerordentlichen Kreiskonferenz stehen die Neuwahlen des Vorstandes an.

Zu den in den Medien erhobenen Vorwürfen bezog Elke Wansner zu den Aspekten „Gehälter“ und „Dienstwagen“ Stellung. „Die veröffentlichen Zahlen, im Raum stehen 344.000 Euro für die ehemalige Geschäftsführerin Hannelore Richter sowie die Zahlen zum Gehalt von Murat Burcu sind nicht korrekt. Sie entsprechen auch nicht dem Arbeitgeber-Brutto“, so Wansner. Die Angemessenheit der Gehälter werde – wie im Prüfkatalog beschrieben – derzeit durch renommierte Fachanwälte überprüft.

Angestoßen durch die bei der AWO Frankfurt entstandene Diskussion zur Frage der Dienstwagen hat die AWO  Wiesbaden nach den Worten Wansners diesen Bereich bereits geprüft. Wie sie erklärte, verfüge derzeit kein Mitglied der Geschäftsführung über einen Dienstwagen. Die Geschäftsführer erhalten vielmehr eine Pkw-Überlassungspauschale, die der Arbeitgeber zahlt, wenn die Mitarbeiter*innen sich verpflichten, ihren privaten Pkw für dienstliche Zwecke zu nutzen. „Die Höhe der steuerpflichtigen Pauschalen haben wir bereits reduziert“, sagte Wansner.

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