Flüchtlinge in Wiesbaden: Willkommens-Aktion mit 100 Liter Suppe – Migranten helfen mit Sprachkenntnissen

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Flüchtlinge in Wiesbaden: Willkommens-Aktion mit 100 Liter Suppe – Migranten helfen mit Sprachkenntnissen

Quelle: Wiesbadener Kurier | Von Hendrik Jung
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WIESBADEN – Der Duft nach frischer Gemüsesuppe zieht durch die Halle des Schlachthofs. 100 Liter haben Profikoch Michael Medoch und ein gutes Dutzend Helfer am Vortag aus Karotten, Kartoffeln und Lauch gekocht, die sie nun an die Gäste in der sich langsam füllenden Konzerthalle verteilen. Eine bunte Suppe als Zeichen des Willkommens für eine ebenso bunte Besucherschar von Menschen. Sie sind aus Syrien, Eritrea, Äthiopien, Afghanistan oder Pakistan vor Krieg und Unterdrückung geflohen. Nun sitzen sie mit Wiesbadenern beim Essen und tauschen sich so gut es eben geht aus.

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WIESBADEN – Der Duft nach frischer Gemüsesuppe zieht durch die Halle des Schlachthofs. 100 Liter haben Profikoch Michael Medoch und ein gutes Dutzend Helfer am Vortag aus Karotten, Kartoffeln und Lauch gekocht, die sie nun an die Gäste in der sich langsam füllenden Konzerthalle verteilen. Eine bunte Suppe als Zeichen des Willkommens für eine ebenso bunte Besucherschar von Menschen. Sie sind aus Syrien, Eritrea, Äthiopien, Afghanistan oder Pakistan vor Krieg und Unterdrückung geflohen. Nun sitzen sie mit Wiesbadenern beim Essen und tauschen sich so gut es eben geht aus.

Dass mehrere Dutzend Geflüchtete überhaupt aus ihren Gemeinschaftsunterkünften zu der Veranstaltung gekommen sind, die durch Sänger Marcel Kärcher abgerundet wird, ist ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, die sie mit Kleinbussen abgeholt haben. „Jetzt muss man aktiv werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, findet Walid Zadran, der bei diesen Fahrdiensten mit seinem Engagement für Geflüchtete beginnt. Der 18-jährige Wiesbadener spricht die Sprachen Farsi und Dari, sodass er etwa im Gespräch mit Menschen aus Afghanistan helfen kann. „Wir wollen Leute kennenlernen, außer den Mitarbeitern in den Unterkünften haben wir bis jetzt keine Kontakte“, übersetzt er die Worte von Rohullah Sahebi, seit fünf Monaten in Biebrich.

Einfacher als bei den Erwachsenen, funktioniert der Austausch unter den Kindern. Sie basteln mit dem Material, dass Johanne Plass und ihre Tochter Maria Rehse mitgebracht haben. „Wir bereiten eine Unterkunft im Haus meiner Eltern vor. Das würde sich zum Beispiel für eine Mutter mit Kind eignen“, berichtet Johanne Plass.

Um aus der Hilfsbereitschaft eine „perfekte Welle“ werden zu lassen, werden bei der von Michael Medoch und Lex Hoogstad mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt und dem Schlachthof initiierten Welcome Challenge drei Personen als Akteure nominiert. Heidemarie Wieczorek-Zeul, Theo Baumstark und Philipp Jacks sollen dazu beitragen, die Wiesbadener Willkommens-Kultur weiterzuentwickeln.

Quelle: Wiesbadener Kurier | Von Hendrik Jung

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