Arbeiterwohlfahrt gratuliert

Quelle: Wiesbadener Tagblatt
Vielleicht klingt es etwas altmodisch, das Wort Solidarität. Zu denen, die wissen, worum es dabei geht, zählt die Leiterin der Handarbeitsgruppe der Arbeiterwohlfahrt, Liesel Kauth.
Stricken, damit es andere in einem übertragenen Sinn warm haben, wenn der Wind einem rau ins Gesicht schlägt. Liesel Kauth beging am Samstag ihren 80. Geburtstag, für die Arbeiterwohlfahrt als dem „sozialen Arm“ der Sozialdemokratie ein Grund, der Kastelerin mit anerkennenden Worten zu gratulieren. Ohne die Handarbeitsgruppe, die Kleidungsstücke strickt oder häkelt und verkauft, um mit dem Geld manche Wohltat zu unterstützen, gäbe es vieles nicht, was für Menschen nützlich ist: ein Spezialbett für Wachkoma-Patienten im Robert-Krekel-Haus der Arbeiterwohlfahrt, ein Ausfahrwagen für die Kita in der Marie-Juchacz-Straße, Trikots für die Kita-Kinder, die einmal im Jahr ein Fußballturnier auf der Bezirkssportanlage in Kastel ausrichten. Das ist mit ein Verdienst von Liesel Kauth, die seit 2001 die Handarbeitsgruppe leitet, in der sie schon vorher viele Jahre lang aktiv war. Sie hat ein Faible dafür, was gerade in Mode ist, was bei der Kundschaft ankommt. Und wenn die Kampagne naht, schlägt die große Stunde der handarbeitenden Abteilung der Arbeiterwohlfahrt. Von Vierfarb-Baby-Schuhen bis zum Schal in Kampagnen-Koloratur wird wieder alles zu haben sein.
Die Leiterin ist Mitinitiatorin von Flohmärkten im Bürgerhaus und von der Präsenz der Arbeiterwohlfahrt-Gruppe im Adventsdorf in der Reduit. Die Jubilarin ist seit bald 30 Jahren im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt in unterschiedlichen Funktionen aktiv, erst als Beisitzern, dann als Schriftführerin, heute als Kassiererin.
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