Ein Gründungsvater der AWO Wiesbaden

Mit der Namensgebung „Philipp Holl“ für eine ihrer Kindertagesstätten ehrt die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden einen ihrer Gründungsväter und langjährigen Vorsitzenden. Zehn Jahre lang, von 1923 bis 1933, hatte der bei Nassau geborene Holl den Vorsitz inne, bevor die AWO zerschlagen und Holl wiederholt in „Schutzhaft“ genommen wurde. Bereits ab 1919 war Holl, der als Sanitäter im Ersten Weltkrieg diente, ehrenamtliches Magistratsmitglied für die SPD und wirkte in den Jahren 1930 bis 1933 als hauptamtlicher Stadtrat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Holl erneut Stadtrat und verantwortete im Personal- und Fürsorgedezernat den Wiederaufbau des Fürsorgewesens und wirkte maßgeblich an der Entnazifizierung der Stadtverwaltung mit. Im Juli 1947 wurde Philipp Holl zum Bürgermeister Wiesbadens ernannt und übertrug den Wiederaufbau der Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt wegen seiner großen beruflichen Verpflichtungen an den Parteigenossen Moritz Lang. Gleichwohl war Holl, der im Dezember 1967 in Wiesbaden starb, in den 40-er, 50-er und 60-er Jahren maßgeblich an der Entwicklung der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden beteiligt.

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