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Brücken bauen in Wiesbaden: Wie das Projekt HaPiW Familien unterstützt

Eine freundliche Illustration einer dreiköpfigen Familie im Freien. Eine Mutter und ein Vater stehen neben ihrem Kind, das in einem Rollstuhl sitzt und lächelt. Im Hintergrund ist eine stilisierte Wippe auf einem Spielplatz angedeutet

Was ist EhAP Plus?

Das Programm EhAP Plus steht für „Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“. Ziel ist es, die akute Lebenssituation und die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten Menschen zu verbessern. Dazu gehören vor allem neu zugewanderte Unionsbürgerinnen und Unionsbürger mit Kindern unter 18 Jahren sowie wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen und deren Kinder.

EhAP Plus schafft eine wichtige Verbindung zwischen Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf und den bereits vorhandenen Hilfsangeboten vor Ort. Genau diese Brückenfunktion ist entscheidend, damit Hilfe nicht nur existiert, sondern auch wirklich ankommt. Wer neu in Deutschland ist oder sich in schwierigen Lebenssituationen befindet, braucht häufig nicht nur Informationen, sondern eine persönliche Orientierung, verständliche Begleitung und konkrete Wege durch ein oft komplexes Hilfesystem.

Logo des Programms EhAP Plus: Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen

HaPiW in Wiesbaden: Hilfe für ausgegrenzte Personen

In Wiesbaden wird dieses Vorhaben unter dem Namen HaPiW umgesetzt. Die Abkürzung steht für Hilfe für ausgegrenzte Personen in Wiesbaden. Das Projekt wird gemeinsam vom Diakonischen Werk Wiesbaden und der AWO Wiesbaden getragen. Damit verbindet HaPiW soziale Beratung, direkte Unterstützung und eine gezielte Ansprache von Menschen, die im Alltag oft nur schwer Zugang zu passenden Angeboten finden.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Innenstadtbereich und dem innerstädtischen Wohnquartier Inneres Westend. Dort lebt ein Teil der Zielgruppen oder hält sich regelmäßig auf. Genau deshalb setzt HaPiW nicht auf Distanz, sondern auf Nähe zum Alltag der Menschen. Die Beratung soll erreichbar sein, verständlich bleiben und möglichst dort ansetzen, wo Probleme tatsächlich entstehen.

Warum dieses Angebot in Wiesbaden so wichtig ist

Wiesbaden ist seit Jahren Ziel für Zuwandernde aus verschiedenen Teilen der Europäischen Union. Für viele Familien beginnt nach der Ankunft ein neuer Lebensabschnitt, der mit zahlreichen Fragen verbunden ist. Wie funktioniert das deutsche Schulsystem? Welche Anträge müssen gestellt werden? Wo gibt es Unterstützung bei gesundheitlichen Fragen? Welche Freizeitangebote helfen Kindern dabei, schneller Anschluss zu finden? Genau an diesen Punkten setzt HaPiW an und schafft Orientierung in Situationen, die sonst schnell überfordernd wirken können.

Die Rolle der AWO Wiesbaden im Projekt HaPiW

Die AWO Wiesbaden übernimmt im Rahmen von HaPiW einen klaren Schwerpunkt: die Beratung von Familien mit kleinen Kindern aus EU-Ländern. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zu Ämtern und Behörden, zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungsweg von Kindern in Deutschland. Dieser Fokus ist besonders wichtig, weil gelingende Integration sehr häufig dort beginnt, wo Familien Sicherheit im Alltag gewinnen.

Wenn Eltern verstehen, welche Möglichkeiten es gibt und welche Stellen zuständig sind, entsteht Orientierung. Wenn Kinder Zugang zu Bildung, Förderung und sozialem Leben erhalten, verbessert sich die gesamte Lebenssituation einer Familie. Genau deshalb ist die Arbeit der AWO innerhalb von HaPiW mehr als nur klassische Beratung. Sie ist praktische Hilfe im Alltag und ein wichtiger Beitrag zu Teilhabe, Stabilität und Chancengleichheit.

Beratung, die Menschen wirklich erreicht

Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die möglichst lebensnahe und niedrigschwellige Ausrichtung. HaPiW möchte Menschen nicht erst dann erreichen, wenn Probleme festgefahren sind. Vielmehr geht es darum, frühzeitig Orientierung zu geben, Hürden abzubauen und Wege aufzuzeigen. Dazu gehört auch, dass die Beratung möglichst muttersprachlich angeboten wird. Sprache entscheidet oft darüber, ob Vertrauen entstehen kann und ob Informationen wirklich verstanden werden.

Welche Unterstützung HaPiW Familien bietet

Die Angebote der AWO Wiesbaden sind so aufgebaut, dass sie sich an den tatsächlichen Fragen des Familienalltags orientieren. Es geht nicht um abstrakte Informationen, sondern um Themen, die Eltern und Kinder direkt betreffen.

Orientierung bei KiTa, Schule und Schulalltag

Viele Familien müssen sich nach ihrer Ankunft zunächst im deutschen Bildungsbereich zurechtfinden. HaPiW unterstützt bei Fragen zur KiTa, zum Schulsystem und zum Schulalltag. Dazu gehört die grundlegende Orientierung ebenso wie das bessere Verständnis schulischer Abläufe, Anforderungen und Ansprechpartner.

Hilfe bei Bildung und Teilhabe

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Unterstützung bei der Antragstellung für Bildung und Teilhabe, kurz BuT. Diese Leistungen können Familien dabei helfen, ihren Kindern mehr Zugang zu schulischen und sozialen Angeboten zu ermöglichen. Gerade hier scheitert Unterstützung oft nicht am fehlenden Bedarf, sondern an komplizierten Formularen, Unsicherheit oder fehlender Information.

Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche

Teilhabe endet nicht im Klassenzimmer. Deshalb informiert HaPiW auch über Freizeitmöglichkeiten wie Musikschule, Sportvereine und weitere Aktivitäten. Solche Angebote fördern nicht nur Interessen und Talente, sondern auch soziale Kontakte, Sprache und das Ankommen im neuen Umfeld.

Deutschkurse und sprachliche Orientierung

Wer sich im Alltag sicher bewegen möchte, braucht Sprache. Deshalb gehört auch die Unterstützung bei der Suche nach Deutschkursen zum Angebot. Sprache eröffnet Zugänge zu Bildung, Arbeit, medizinischer Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie ist oft der Schlüssel dafür, dass Familien langfristig selbstständig handeln können.

Fragen zur Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung

Ein sensibles und gleichzeitig sehr wichtiges Thema ist die Gesundheitsversorgung. HaPiW unterstützt Familien auch bei Fragen zur Krankenversicherung und zu medizinischen Versorgungswegen. Gerade nach einer Zuwanderung ist häufig unklar, welche Möglichkeiten bestehen und wie das deutsche System funktioniert. Hier schafft die Beratung Klarheit und Sicherheit.

Schulelterncafé und Beratung vor Ort

Neben der allgemeinen Beratung bietet HaPiW auch konkrete Begegnungsorte und feste Zeiten an. Ein wichtiger Baustein ist das Schulelterncafé. Es findet jeden letzten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Walramstraße 16A, 65183 Wiesbaden statt. Dieses Angebot schafft Raum für Austausch, Fragen und Orientierung in einem Rahmen, der näher am Alltag von Familien ist als ein klassischer Behördentermin. Darüber hinaus gibt es reguläre Beratungszeiten von Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr oder nach Vereinbarung in der Wellritzstraße 29, 65183 Wiesbaden. Damit bleibt das Angebot planbar, erreichbar und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.

Beratung dort, wo Menschen ihren Alltag leben

HaPiW setzt nicht nur auf feste Anlaufstellen, sondern auch auf Nähe zu den Lebenswelten der Zielgruppen. Dazu gehören zusätzlich Beratungsangebote im Alltag und in vertrauten sozialen Räumen. Gerade für Menschen, die wenig Vertrauen in offizielle Stellen haben oder sich im Hilfesystem unsicher bewegen, ist das ein entscheidender Vorteil. Hilfe wird dadurch nicht abstrakt, sondern konkret erlebbar.

Wer hinter HaPiW steht

Das Projekt HaPiW wird im Rahmen des Programms EhAP Plus umgesetzt. Beteiligt sind das Diakonische Werk Wiesbaden und die AWO Wiesbaden als Teilvorhabenpartner. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus.Diese Förderung macht deutlich, dass es bei HaPiW nicht um ein kleines Einzelangebot geht, sondern um ein strukturell wichtiges Projekt gegen Ausgrenzung, soziale Unsicherheit und fehlende Zugänge zu Unterstützung. Für Wiesbaden bedeutet das: Menschen, die sonst leicht übersehen werden, erhalten eine echte Anlaufstelle.

Ansprechpartnerinnen bei der AWO Wiesbaden

Für Familien, die Unterstützung suchen oder Fragen haben, stehen bei der AWO Wiesbaden zwei Ansprechpartnerinnen zur Verfügung:

Frau Agnieszka Gizynski
Telefon: 0151 12192311
E-Mail: a.gizynski@awo-wiesbaden.de

Frau Hasret Yildirim
Mobil: 0151 58787568
E-Mail: h.yildirim@awo-wiesbaden.de

HaPiW in Wiesbaden: Hilfe, die Orientierung schafft

HaPiW zeigt, wie soziale Unterstützung wirksam werden kann, wenn sie nah an den Menschen bleibt. Das Projekt verbindet Information, Beratung und Begleitung mit einem klaren Blick auf den Alltag von Familien. Gerade für neu zugewanderte Menschen ist es entscheidend, nicht nur allgemeine Hinweise zu erhalten, sondern verständliche Unterstützung in den Bereichen, die das tägliche Leben bestimmen.

Die AWO Wiesbaden leistet innerhalb dieses Projekts einen wichtigen Beitrag, indem sie Familien mit kleinen Kindern konkret begleitet, ihnen Wege durch das deutsche Bildungs, Gesundheits und Hilfesystem zeigt und sie dabei unterstützt, sich in Wiesbaden besser zurechtzufinden. Genau darin liegt die Stärke von HaPiW: nicht nur Hilfe anzubieten, sondern echte Orientierung zu geben.

Kontakt zur AWO Wiesbaden

AWO Wiesbaden im Projekt HaPiW
Walramstraße 16A
65183 Wiesbaden
Telefon: 0611 9451975
E-Mail: ehap@dwwi.de

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