Gerd Panek: Ein engagierter Kämpfer für soziale Gerechtigkeit
Mit Gerd Panek, der am 3. November 2008 im Alter von 85 Jahren starb, verlor die Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden nicht nur ihren langjährigen Kreisverbandsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden, sondern auch einen unermüdlichen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, der sich in zahlreichen Vereinen und Verbänden, wie auch in der Kommunalpolitik engagierte. Für seinen großen Einsatz wurde Panek, der 1950 dem Kreisverband Wiesbaden der Arbeiterwohlfahrt beigetreten war, mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, der Bürgermedaille in Gold der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Verdienstkreuz am Bande sowie dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Im Oktober 1923 in Altkarbe an der Ostbahn (Kreis Friedeberg / Mark Brandenburg) geboren, kehrte der Sohn eines Papiermachermeisters nach Stationen unter anderem in Berlin, Nordböhmen, Mähren und Kriegsdienst sowie Kriegsgefangenschaft Ende der 1940-er Jahre in seinen Beruf als Verwaltungsangestellter im Wirtschaftsamt der Stadt Wiesbaden zurück. Nach dessen Auflösung war Panek im Versicherungsamt der Stadt tätig. Dem Eintritt in die AWO im April 1950 folgte die Wahl zum Beisitzer im Kreisvorstand (1962), dem sich die 17 Jahre lang währende Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender anschloss. Im Mai 1977 wurde Panek, der seit 1960 darüber hinaus dem Bezirksvorstand des Bezirksverbandes Hessen-Süd angehörte und dort jahrzehntelang als Beisitzer wirkte, zum Vorsitzenden der AWO Wiesbaden gewählt und übte dieses Amt bis 1999 aus.
Der engagierte Gewerkschafter, der von 1973 bis 1986 die Arbeit der ÖTV Kreisverwaltung Wiesbaden als Geschäftsführer verantwortete, ist vielen Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern als Versichertensältester der Bundesversicherung für Angestellte ein Begriff. Als leidenschaftlicher und engagierter Kommunalpolitiker gehörte Panek der Stadtverordnetenversammlung mit einigen Unterbrechungen von 1964 bis 1993 an und hatte seine Wahl zum Ortsvorsteher des Ortsbezirks Wiesbaden-Südost im April 1989 stets als Höhepunkt seiner kommunalpolitischen Laufbahn bezeichnet. Für den Sozialdemokraten war die Tätigkeit als stellvertretender Ortsvorsteher in den Jahren 1993 bis 1997 ebenso selbstverständlich wie sein Einsatz im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Bereits im Sommer 1949 hatte sich Gerd Panek als Schriftführer im SPD-Distrikt Wiesbaden-Süd eingebracht. Nach der Neustrukturierung der Ortsvereine war er von 1968 bis 1995 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wiesbaden-Süd im Dichterviertel. Engagement in der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, im Vorstand des Mieterschutzvereins Wiesbaden, im Verein für deutsche Schäferhunde, im Kuratorium der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, als ehrenamtlicher Verwaltungsrichter und Schiedsmann-Stellvertreter im Schiedsmannsbezirk Wiesbaden – die Liste der Ehrenämter ist schier endlos, und sie ist beeindruckender Beleg des großen Engagements von Gerd Panek für die Gesellschaft.
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