Kein „Job“, sondern Dienst am Menschen Hannelore Richter 25 Jahre bei der AWO

Quelle: Main-Rheiner

Kein „Job“, sondern Dienst am Menschen
Hannelore Richter 25 Jahre bei der AWO

WIESBADEN. Drei Generationen Sozialdemokratie waren zu einem Ereignis der besonderen Art versammelt. Darüber hinaus noch zahlreiche weitere Funktionsträger aus den regionalen Geschäftsstellen der Sozialverbände und vieler anderer Einrichtungen. Denn mit Hannelore Richter wurde nun einer der wichtigsten Akteure in der sozialen Landschaft der Landeshauptstadt für ihr Dienstjubiläum (25 Jahre) bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gewürdigt.

So war es auch kein Geringerer als Alt-Oberbürgermeister Rudi Schmitt, der die Laudatio hielt. Er erinnerte in einer überaus ansprechenden Mischung aus unstrittiger fachlicher Kompetenz und persönlichem Bezug daran, dass die AWO vor 90 Jahren ein Zusammenschluss der kleinen Leute gewesen sei, bei der es um die gegenseitige Hilfe in der Nachkriegszeit ging. „Wir leben heute nicht nur von Ideen und Programmen, sondern von den Frauen und Männern, die sie im rauen Alltag umsetzen“, schlug Rudi Schmitt den Bogen zu Hannelore Richter. In Zeiten, in denen Flexibilität als höchstes Gut gepriesen werde, sei es schon etwas Besonderes, wenn jemand seinem Arbeitgeber ein Vierteljahrhundert verbunden bleibe.

So verstehe die Gewürdigte ihre Arbeit nicht als „Job“, sondern als einen Dienst im Sinne der Zuwendung zu den Menschen. Sie und ihr Team hätten den „Pflegebedürftigen der Stadt ein Zuhause gegeben“, betonte er mit Blick auf ihre Anfänge als Pflegedienstleiterin im Robert-Krekel-Haus. Die von ihr stets gepflegte Teamarbeit sei ein Vorbild für andere, betonte er. Seit zehn Jahren sei sie nun als Geschäftsführerin tätig und habe nie eine „autoritäre Kommandowirtschaft“ geführt, sondern eine Gemeinschaft gefördert, in der jeder seine Leistungen erbringe, hob Schmitt ihre Führungsqualitäten hervor.

Aber auch die Geschäftsfrau Richter blieb nicht außen vor. „Soziale Dienste brauchen gesicherte Finanzierung“, führte der Laudator aus. „Nur dann können wir leisten, was unbedingt notwendig ist“, unterstrich er seine Position. Auch hier sei Hannelore Richters Arbeit beispielhaft. Die Wiesbadener AWO habe nun das besondere Glück, in Hannelore und Jürgen Richter, der selbst AWO-Geschäftsführer in Frankfurt ist, ein engagiertes Paar in ihren Reihen zu haben. Er würdigte sie gleichzeitig als engagierte Sozialdemokratin, die auch Mut und Entschlossenheit gegenüber den eigenen Genossen zeige.

Musikalisch wurde die Feier im Anny-Lang-Haus von Hans Großmann begleitet, der eine Auswahl traditioneller Arbeiterlieder mitgebracht hatte. „Bei mir sind Arbeiterlieder immer am richtigen Platz“, freute sich Hannelore Richter auch über die CD, die sie vom Sänger überreicht bekam. Den Beweis hatte sie schon vorher geliefert, als sie alle Stücke lautlos mitsang.

Zurück zur Übersicht der Presseberichte 2009