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Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Wiesbaden e.V.

Kreisverband Wiesbaden der Arbeiterwohlfahrt bezieht mit 25 Mitarbeitern neue Räume in Villa an der Nerotal Anlage

Quelle: Wiesbadener Kurier / 12.03.2018

Foto: Jörg Halisch

WIESBADEN – (nwa). Marmorsäulen, Stuck und hohe Decken – 25 Mitarbeiter des Kreisverbandes Wiesbaden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) können sich freuen. Denn sie arbeiten ab jetzt in einer Villa an der Nerotal Anlage. Am Freitag wurde die neue Geschäftsstelle des Wohlfahrtverbandes, in dem 680 hauptamtliche Mitarbeiter wirken, im Nerotal 18 eingeweiht.

In ihrer Begrüßungsrede freute sich Hannelore Richter, die Geschäftsführerin der AWO Wiesbaden, dass der Verein in der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWW einen „guten Hausherrn“ gefunden habe. Vier Monate suchte man nach einer geeigneten Immobilie, bevor die AWO vom Robert-Krekel-Haus „im laufenden Betrieb“ in die seit November 2017 gemieteten Räume umzog. Dort kann sie nun auf zwei Etagen, ausgestattet mit neuen Möbeln und neuester Technik, weiter die Organisation von Sozialangeboten in Wiesbaden voranbringen.

Oberbürgermeister Sven Gerich bezeichnete die alten, beengten Räume im Robert-Krekel-Haus als unzumutbaren „Hasenstall“. Er betonte die Bedeutsamkeit des Vereins, der „in allen sozialen Bereichen der Stadt aktiv ist“, und führte alle Einrichtungen im Einzelnen auf. Neben einem Frauenhaus, Altenwohnanlagen, Seniorenbegegnungsstätten und Familienbildungsstätten werden in neun Kindertagesstätten 692 Kinder betreut, das entspricht fünf Prozent aller in Wiesbaden angebotenen Kitaplätze. Die AWO sei ein wichtiger Partner der Stadt, das sei allerdings „keine Einbahnstraße“, versicherte er dem Kreisvorsitzenden Wolfgang Stasche.

Hannelore Richter nutzte die Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, dass es in Wiesbaden „eine große Schere zwischen Arm und Reich“ gebe, und ihrem Wunsch nach staatlicher Unterstützung für die AWO Ausdruck zu verleihen.

Villa fast so alt wie der Kreisverband

Zwischen Sekt und Häppchen sprachen auch Sozialdezernent und Stadtrat Christoph Manjura und Theo Baumstark, der Ortsvorsteher des Bezirks Wiesbaden-Nordost, ihre Glückwünsche zu den Räumen aus. Das Gebäude aus dem Jahr 1917, in dem früher ein Krankenhaus untergebracht war, ist fast so alt wie der Kreisverband Wiesbaden, der seit 1923 mit sozialen Dienstleistungen hilft. „Wir sind ein bisschen neidisch, so hohe Decken haben wir nicht“, bekannte Ansgar Dittmar, der Vorsitzende der AWO Frankfurt. Nur das Problem mit den Parkplätzen möchte er nicht haben. Doch das Parkplatzproblem rund um die Villa am Park, in der auch die Thalhaus-Bühne beheimatet ist, nehmen die 25 Mitarbeiter wohl in Zukunft gerne in Kauf.