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Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Wiesbaden e.V.

Kasteler Löwen gegen Feuertiger

Von Carolin Hinz / Quelle: Allgemeine Zeitung, RHEIN MAIN PRESSE

SPORT AWO-Kitakinder kicken im Fußballturnier / Viel Training als Vorbereitung

KASTEL – Und da fällt das 3:1. Das Team der 1. Mannschaft des FC Feuerball rennt in Siegerposen über den Fußballplatz, sie haben das Turnier gewonnen – die mitgereisten Fans jubeln und klatschen. Beim Fußballturnier der Kindertagesstätten (Kitas) der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Wiesbaden auf der Bezirkssportanlage in Kastel war eine Stimmung wie bei den Großen. Trotz des wechselhaften Wetters spielten die knapp 100 Vorschulkinder der Kitas wie verrückt und mit viel Elan.

Vorbereitung für Schulzeit

„Wir haben viel trainiert“, verrät der Abwehrspieler des Gewinnerteams der Kita Philipp-Holl, Enes. „Wir haben in unserer Kita trainiert und dann noch hier auf dem Platz, so wurden wir richtig gut.“ Und die Taktik des Sechsjährigen klingt einleuchtend und simpel: „Ich habe aufgepasst, dass kein Ball an das Tor kommt und so einige Tore verhindert.“ Er möchte bald auch in einem richtigen Verein Fußball spielen.

Seit gut acht Jahren organisiert die AWO das Kita-Fußballturnier. Einmal im Jahr kommen so alle Wiesbadener AWO-Kitas zusammen und spielen auf jährlichen wechselnden Sportplätzen ihr Turnier. „Das ist der Höhepunkt des Vorschuljahres unserer Großen“, erklärt Patricia Volz, Abteilungsleiterin für die Kitas der AWO. „Sie haben hier nicht nur viel Spaß, sondern lernen vor allem durch Fußball auch das Abgeben und dass das Team zum Erreichen der Ziele zusammenarbeiten muss. Das ist für die Schule sehr wichtig.“

Acht Kindergärten stellten jeweils eine, manchmal aber auch zwei Teams, zu je sechs Kindern. Gespielt wird sechs Minuten. „Normalerweise sind es zehn Minuten, aber aufgrund des feuchten Wetters haben wir uns dafür entschieden, die Spielzeiten etwas zu verkürzen.“

Die Namen der Mannschaften haben Feuer und zeigen einen starken Willen: Da wären beispielsweise die Kasteler Löwen, Feuertiger, Powerkids oder die Wilden Kerle. Die Teams sind gemischt. Mädchen und Jungen spielen zusammen. „Sie ziehen an einem Strang und teilen sowohl die Freude eines Sieges, als auch die Trauer, wenn das Team verliert.“ Tränen gab es jedoch keine.

Rivalität spürbar

Beatrice Remmert, stellvertretende Geschäftsführerin der AWO Wiesbaden, ist ebenfalls zum Zuschauen gekommen: „Mir wurde gesagt, dass hier richtige kleine Talente auf dem Platz sind.“ Und obwohl sich die einzelnen Kitas ziemlich gut miteinander verstehen, ist die Rivalität an diesem einen Tag spürbar. „Natürlich möchte jede Kita den großen Pokal gewinnen.“ Neben dem Pokal bekamen die ersten drei Plätze auch noch einen echten Weltmeisterschafts-Ball, der von einem Autohaus zur Verfügung gestellt wurde. Und mit diesem Ball lässt sich sicher gut für das Turnier im nächsten Jahr trainieren.