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Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Wiesbaden e.V.

AWO-Kita Marie Juchacz in Kastel wird 50 Jahre alt

Quelle: Wiesbadener Kurier
Von Claudia Kroll-Kubin

Sie leistet in ihrem Viertel wichtige Integrations- und Bildungsarbeit. Jetzt wurde die Kita Marie Juchacz gründlich saniert und feierte auch noch ihren 50. Geburtstag.

KASTEL – „Wer will fleißige Handwerker sehen“, so begrüßten die Kinder der AWO-Kita „Marie Juchacz“ am Freitag die Gäste, die zum Abschluss des ersten Sanierungsabschnittes ihrer Kita und deren 50-jährigem Bestehen gekommen waren. Zwei gute Gründe, die Erfolgsgeschichte der Kita, die sich nun auch so herausgeputzt hat, kräftig zu feiern, wie Wolfgang Stasche, Vorsitzender des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden, in seinen Begrüßungsworten bekundete.
Von Anfang Juli bis Ende September wurden in der Kita neue Fenster eingebaut, Böden verlegt und einzelne Räume mit Schallschutz versehen. Außerdem ist die Einrichtung neu möbliert. 2019 sollen noch neue Sanitäranlagen hinzukommen und eine Küchenerweiterung. Die Kosten belaufen sich auf 600 000 Euro, davon kommen 100 000 Euro aus Landesmitteln und der Rest von der Stadt.

„Ein wichtiger Tag heute, der uns mit Stolz auf die 50 Jahre der Kita zurückblicken lässt“, stellte Murat Burcu als stellvertretender Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes heraus und erinnerte daran, dass die Kita seit 2004 den Namen der Sozialreformerin und AWO-Ehrenvorsitzenden Marie Juchacz trägt. In vier Gruppen betreut die Einrichtung 84 Kinder zwischen drei und sechs Jahren, davon etwa 20 halbtags. Es gibt Kooperationen mit verschiedenen Grundschulen, einen musikalischen Schwerpunkt und Sprachförderung. Sie sei im Stadtteil fest verwurzelt, wie Burcu anmerkte. 54 Prozent der Kinder haben Migrationshintergrund.
Burcu dankte der Kita-Leiterin Jenny Fischer und ihrem Team für die wichtige Arbeit und würdigte auch die Stadt für ihr Zutun bei der Sanierungsförderung. Dem schloss sich Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel an und die Arbeit der Kita, „wo einfach nur für das Leben gelernt wird, die Kinder gerne kommen und zu selbstbewussten Wesen erzogen werden“, lobte – was sie mit Spenden vom AWO-Ortsverein, vom Ortsbeirat und der Stadtverordnetenvorsteherin unterstrich.
Schwerpunkt-Pauschale von der Stadt
Sozialdezernent Christoph Manjura betonte, dass die Kita – eine von neun der AWO in Wiesbaden – von der Schwerpunkt-Kita-Pauschale profitiere: „Die Förderung erhält eine Kita, wenn der Anteil von Kindern, die einen Beitragszuschuss nach § 90 SGB VIII erhalten und/oder deren zu Hause vorrangig gesprochene Sprache eine andere als Deutsch ist, mindestens 22 Prozent beträgt.“ Eine Förderung, die nicht auf die kommunale Förderung angerechnet werde und 390 Euro pro gefördertem Kind jährlich betrage. Er dankte der AWO für die gute Kooperation und auch dem Geburtstagskind und all seinen Angestellten für ihr Engagement, verbunden mit der Hoffnung, dass diese wertvolle Einrichtung noch viele Jahre erhalten bleibe. Was er ebenso mit einem Geburtstagsumschlag quittierte.

[Der Artikel auf der Website des Wiesbadener Kuriers]

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